Kurt Roth-Fauchère

Gedanken, Bemerkungen und Erkundungen über unser Leben und Sein. Aus der Ferne. Von einem Wanderer in einer rauen und herausfordernden, aber dennoch lichten und immens faszinierenden Welt.

Je höher ich steige, desto mehr sehe ich die eigentlich unveränderliche Landschaft aus immer neuen Perspektiven. Langsam treibende Wolken. Nebel verschluckt einen Teil der Landschaft, gelegentlich mich selbst, gibt uns wieder frei. Das Licht wechselt, zuweilen rasch. Gelegentlich kommt ein Seelenverwandter vorbei, ein kurzes Gespräch, nur ein Nicken. Situationen, Wahrnehmungen, Verständnis, sie alle ändern sich auf dem Weg, die Landschaft bleibt. Das Vergängliche und das Feste.

Aus der Ferne nehme ich die großen Täler wahr, die Gebirgszüge, und ich erkenne ihre Ordnung. Die Flüsse, die die Landschaft prägen, sehe ich in der Nähe, aber nicht in der Ferne. Auch die breiten Straßen und großen Städte sehe ich nicht. Ich weiß nur, dass es mehr gibt, viel mehr und anders als das, was ich sehe … aber ich sehe die Sonne, gelegentlich.

So sind auch diese Texte: Immer wiederkehrende Themen, die immer neue Facetten zeigen, immer umfassendere, aber nie vollständige Vorstellungen von einer Wirklichkeit hervorrufen, die sein könnte, jenseits, und die sich entfaltet und selbst gestaltet. Die letzten Ansichten bleiben, Erinnerungen, die sanft verblassen, bis sie durch eine neue Vision erneuert werden – oder auch nicht. Es sind diese letzten Ansichten, die hier gesammelt werden. Kein Tagebuch, kein Thread, kein Blog, nur Ansichten, wie ich sie zuletzt wahrgenommen habe, in den Bergen.

Ich wünsche mir, dass diese Ansichten dich dazu inspirieren, die Berge selbst zu berühren, durch sie zu gehen, sie zu erleben, die in deiner äußeren Welt und die in deiner inneren Welt.

Meditation [1. Dezember 2022]
Der Weg zu grösster geistiger Klarheit in emotionaler Ausgeglichenheit und körperlicher Ruhe.